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Finanzierung von Tech-Startups in Deutschland wird schwieriger

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Finanzierung von Tech-Startups in Deutschland wird schwieriger

Wenn Tech-Startups in Deutschland in den kommenden zwei Jahren Geld brauchen, dann beträgt der Bedarf im Durchschnitt 2,7 Mio. Euro, wie aus einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom hervorgeht. 6 von 10 dieser jungen Firmen müssen Geld aufnehmen, rund 12 Prozent brauchen sogar mehr als 5 Mio. Euro, 17 Prozent weniger als 1 Mio., rund ein Viertel benötigt kein Wagniskapital. Optimismus haben und brauchen die jungen Gründer in der Tech-Branche auch, dass sie Investoren für sich begeistern können. Sicher ist das freilich nicht. Trotz Megatrends in der IT-Branche wie künstliche Intelligenz, weiterhin auch Cloud und Dauerbrenner IT-Security sind Investoren erstaunlicherweise nicht in Feierlaune.

8 von 10 der vom Bitkom befragten Startups in Deutschland mussten nämlich feststellen fest, dass Investoren deutlich zurückhaltender geworden sind. Die schlechte Konjunktur hierzulande dämpft ihre Bereitschaft, Startups finanziell unter die Arme zu greifen und am potenziellen Wachstumsmarkt teilzuhaben, in dem sie tätig sind. 

“Wachstumsfinanzierung ist nicht mehr so einfach wie vor einigen Jahren. Davon sind Startups, die ihr Geschäft schnell hochfahren müssen und dafür auf externe Geldgeber zwingend angewiesen sind, besonders betroffen”, sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst. Nur noch 17 Prozent der Startups sagen, dass es hierzulande ausreichend Venture Capital für sie gibt. Vor einem Jahr waren es noch 32 Prozent.

45 Prozent der befragten Startups beklagen, dass sie mit ihrem Geschäftsmodell Schwierigkeiten haben, Kredite zu bekommen. Ist der Wagemut der Finanzierer erloschen? Nein. Aber offenbar rechnen sich Startups im Ausland bessere Chancen aus, an frisches Kapital zu kommen, legt die Befragung des Bitkom nahe.

Fast jedes dritte Startup überlegt, ins Ausland zu gehen, weil es in Deutschland zu wenig Kapital gibt. Fast die Hälfte (45 Prozent) hält für möglich, durch einen Börsengang frisches Kapital zu besorgen. Dabei kommt für 32 Prozent ein Gang aufs Parkett in Deutschland in Frage, 31 können sich vorstellen, an eine ausländische Börse zu gehen.

“Startups sind herausragend wichtig für das digitale Deutschland. Unser über Jahre aufgebautes Startup-Ökosystem braucht Kapital”, sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.

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