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In Unterzahl zum Double: Leverkusen holt den Pokal

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Trainer Xabi Alonso (oben) führte Bayer Leverkusen zum Sieg im DFB-Pokal. © APA/afp / JOHN MACDOUGALL

Bayer Leverkusen hat zum ersten Mal überhaupt das Double im deutschen Fußball gewonnen. Der Meister musste gegen den krassen Außenseiter Kaiserslautern allerdings zittern.

Die Werkself wurde am Samstag im DFB-Pokal-Finale gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern beim 1:0-Sieg der eigenen Favoritenrolle gerecht und durfte nach dem ersten Meistertitel der Club-Geschichte neuerlich jubeln. Den zuvor einzigen Triumph im Cup hatte Leverkusen 1993 gefeiert. Zum Matchwinner im ausverkauften Berliner Olympiastadion avancierte Granit Xhaka (17.).

Spannend blieb es vor 74.322 Zuschauern bis am Schluss auch deshalb, da Leverkusens Odilon Kossounou in der 44. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Der Favorit konnte die am Mittwoch kassierte 0:3-Niederlage im Finale der Europa League gegen Atalanta, die eine Serie von 51 ungeschlagenen Pflichtspielen beendete, gut wegstecken. Bei den Feierlichkeiten am Sonntag in Leverkusen können den sicher Tausenden Fans nun zwei Objekte der Begierde präsentiert werden.

Kaiserslautern nutzt Überzahl nichts

Mittelfeld-Anführer Xhaka sorgte vor der Pause für das große Highlight, sein Linksschuss aus rund 20 Metern landete genau im Eck. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde dann Kossouno nach einem unglücklichen Tritt gegen Boris Tomiak zurecht mit der Ampelkarte des Platzes verwiesen. Das nährte die Hoffnungen des Underdogs auf eine Überraschung und beinahe wäre in der 62. Minute auch der Ausgleich gefallen. Den verhinderte Lukas Hradecky mit einer Glanzparade bei einem Schuss von „Joker“ Ragnar Ache (62.).

In dieser Szene trifft Granit Xhaka zum entscheidenden 1:0 ins Schwarze. © ANSA / RONALD WITTEK

Sonst lag aber eher ein zweiter Treffer des Meisters in der Luft. Jeremie Frimpong zog am Goalie vorbei, schloss aber nicht ab und sein Pass fand keinen Abnehmer. Gleich darauf fehlte bei einem Abschluss von Amine Adli nicht viel (jeweils 75.). Dadurch musste die Truppe von Trainer Xabi Alonso bis zum Schlusspfiff zittern.

Die FCK-Fans sorgten für eine feurige Stimmung im Olympiastadion. © ANSA / HANNIBAL HANSCHKE

Es blieb aber dabei, dass Kaiserslautern nur 1990 und 1996 den DFB-Pokal für sich entscheiden konnte. Zum sechsten Mal ging ein Finale verloren. Für Trainer Friedhelm Funkel gab es somit zum Abschied kein Erfolgserlebnis, die starke Cup-Saison des Vereins wird trotzdem noch lange in Erinnerung bleiben. In Erinnerung bleiben wird auch der starke Pyrotechnik-Einsatz der Kaiserslautern Anhänger. Schon in der ersten Halbzeit hatten sie Feuerwerkskörper gezündet, kurz nach Beginn der zweiten Hälfte wurde die Partie sogar für einige Minuten deshalb unterbrochen.

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