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Nach Spektakel gegen Frankreich: Deutschland nun gegen die Schweiz

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Stand: 22.05.2024 08:43 Uhr

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat am Dienstag (21.05.2024) zum Abschluss der WM-Gruppenphase Frankreich keine Chance gelassen. Wie schon gegen Lettland (8:1) und Kasachstan (8:2) überzeugte vor allem Deutschlands Offensive. Im Viertelfinale wartet die Schweiz.

Gegen die Franzosen gewann das DEB-Team letztlich souverän mit 6:3 (1:1, 3:2, 2:0), zwischenzeitlich hatte das Team von Bundestrainer Harold Kreis drei französische Führungen ausgeglichen.

Am Donnerstag im Viertelfinale trifft der Vizeweltmeister auf die Schweiz. Die Schweizer sicherten sich am letzten Vorrundenspieltag mit einem 3:1 (0:0, 2:1, 1:0) gegen Finnland den zweiten Tabellenplatz in der Gruppe A und sind damit in Ostrava der Gegner des DEB-Teams. 

Die Schweiz – zum Fünften

2010, 2021 und 2023 bezwang die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes die Schweizer in der K.-o.-Runde. Auch bei Olympia 2018 war die deutsche Mannschaft Endstation für die Eidgenossen. “Es macht immer Spaß, gegen sie zu spielen. Sie haben vielleicht etwas Angst vor uns, wenn man die letzten Jahre anschaut”, sagte NHL-Star JJ Peterka von den Buffalo Sabres.

Stachowiak mit Doppelpack

Wojciech Stachowiak (32. Minute/42.), Marc Michaelis (20.), Lukas Kälble (26.), Maxi Kastner (33.) und Lukas Reichel (45.) trafen für das deutsche Team und sorgten zudem für einen Rekord. Noch nie gelang es einer Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei einer Weltmeisterschaft, 34 Treffer in der Vorrunde zu erzielen. 30 Tore bei der WM 1992 war die vorherige Bestmarke.

“Es war ein Spiel um nix für uns”, sagte Stachowiak später am Sportschau-Mikrofon, “aber wir wollten alles richtig machen, um dann viel Selbstbewusstsein mit ins Viertelfinale zu nehmen.”

“Die Franzosen sind aggressiv und vehement aus den Startblöcken raus. Da hatten wir ein bisschen Mühe, das abzufangen”, sagte Bundestrainer Harold Kreis kritisch, “aber im zweiten Drittel haben wir das besser und ab der zweiten Hälfte des zweiten Drittels haben wir das richtig gut gemacht.”

Der fünfte Viertelfinal-Einzug in Serie stand bereits vor dem ersten Bully am Dienstagvormittag durch vier Siege gegen die Slowakei, Lettland, Kasachstan und Polen fest. Im Hinblick auf die heiße WM-Phase ab Donnerstag wollte Kreis allerdings nicht wechseln oder einen Spieler schonen.

Frankreich spielt gut mit

Wie Gruppensieger Schweden einen Tag zuvor hatte auch die DEB-Auswahl gegen die unangenehm spielenden Franzosen lange Zeit einige Probleme. Einzelleistungen von Stachowiak, Jonas Müller oder auch NHL-Torjäger JJ Peterka scheiterten am guten französischen Torhüter Quentin Papillon.

Auf der Gegenseite musste auch NHL-Goalie Philipp Grubauer von den Seattle Kraken einige Male seine Klasse zeigen. Bei einem perfekten Konter der Franzosen war aber auch der Rosenheimer machtlos: Valentin Claireaux verwandelte souverän zum 0:1 (17.). Michaelis gelang 56 Sekunden vor Ende des ersten Drittels der Ausgleich. Für den Neu-Mannheimer war es der dritte Turniertreffer.

Mitteldrittel mit Offensiv-Power auf beiden Seiten

Auch wenn es für die Franzosen um nichts mehr ging, war das Team von Trainer Philippe Bozon in Spiellaune. In einem wilden Mitteldurchgang gingen die Franzosen jeweils durch den langjährigen DEL-Stürmer Anthony Rech (21.) und Sacha Treille (27.) in Führung. Kälble mit seinem dritten Treffer in Ostrava (26.) und Stachowiak (32.) glichen aus. Nach Kastners Treffer nur 22 Sekunden später lag die deutsche Mannschaft erstmals mit 4:3 vorn. Zwei weitere deutsche Tore durch Peterka und Leonhard Pföderl wurden nach Video-Studium wieder zurückgenommen.

Im Schlussdrittel zeigte das Kreis-Team seine zuletzt gezeigte Lust auf Tore. Stachowiak mit seinem zweiten Treffer (42.) und NHL-Stürmer Reichel von den Chicago Blackhawks (45.) erhöhten schnell auf 6:3. Einzig der Ausschluss nach einem Bandencheck für Frederik Tiffels kurz vor dem Ende trübte den fünften Erfolg im siebten Vorrunden-Spiel. Der Berliner könnte sogar für das Viertelfinale gesperrt werden.

Der weitere Spielplan

Viertelfinale, Do., 23.5.
16:20 Uhr, Prag

Kanada – Slowakei

16:20 Uhr, Ostrau

Schweiz – Deutschland

20:20 Uhr, Prag

USA – Tschechien

20:20 Uhr, Ostrau

Schweden – Finnland

Ruhetag, Fr. 24.5.

Halbfinale, Sa., 25.5.

14:20 Uhr

18:20 Uhr

Finale, So. 26.5.

20:20 Uhr

Spiel um Platz drei, 26.5.

15:20 Uhr

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