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Über 5000 Mitarbeiter in Deutschland wollen SAP laut Medienbericht verlassen

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Die SAP SE mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf will sich künftig stärker auf KI konzentrieren. Für den Umbau sollen weltweit 8000 Stellen wegfallen.
picture alliance / Panama Pictures | Dwi Anoraganingrum

Erst im Januar startete Europas größter Softwarekonzern, SAP, ein Restrukturierungsprogramm für das ganze Unternehmen.

Weltweit sollen dafür 8000 Stellen wegfallen. In Deutschland sprach der europäische SAP-Betriebsrat bisher von 2600 Stellen.

Doch laut eines Berichts des „Handelsblatts“, der sich auf Unternehmenskreisen beruft, sollen sich inzwischen 5300 Mitarbeiter für das Abfindungs- und Vorruhestandsprogramm des Konzerns gemeldet haben.

Erst im Januar startete Europas größter Softwarekonzern, SAP, ein Restrukturierungsprogramm für das ganze Unternehmen. Rund 2600 Stellen sollten im Zuge dessen laut europäischem Betriebsrat in Deutschland voraussichtlich wegfallen. Doch laut eines Berichts des „Handelsblatts“, der sich auf Unternehmenskreisen beruft, könnten es nun erheblich mehr werden. Demnach sollen sich 5300 Mitarbeiter für das Abfindungs- und Vorruhestandsprogramm des Konzerns bis zum Fristende im Mai gemeldet haben.

Der Großteil, rund 60 Prozent, soll sich laut Insidern für das Vorruhestandsprogramm für Mitarbeiter ab 55 Jahren angemeldet haben. Die übrigen Interessenten wollen offenbar mit einer Abfindung gehen. Auf „Handelsblatt“-Anfrage will SAP die Zahlen nicht bestätigen. Stattdessen erklärt der Softwareriese: „Aufgrund der Attraktivität beider Programme haben wir erwartungsgemäß ein sehr hohes Interesse verzeichnet.“

Konditionen für Vorruheständler sollen attraktiv sein

Dabei ist die Registrierung nur ein erster Schritt im Restrukturierungsprozess, der bis Ende des ersten Quartals 2025 weltweit abgeschlossen werden soll. Offen lässt SAP damit vorerst, wie viele von den insgesamt 26.000 Stellen am Ende tatsächlich in Deutschland wegfallen. Im weiteren Verlauf müssen sich die für das Abfindungs- und Ruhestandsprogramm registrierten Mitarbeiter nun mit SAP auf einen Vertrag verständigen, schreibt das „Handelsblatt“.

Eine mögliche Erklärung für die zahlreichen Registrierungen könnte wohl mit den Konditionen zu tun haben. Demnach sollen Vorruheständler laut „Handelsblatt“ Sonderzahlungen bekommen, deren Höhe mit der Betriebszugehörigkeit gestaffelt ansteigt. Besonders profitabel soll das für diejenigen sein, die bereits zur Jahrtausendwende angefangen haben. Zusätzliche Zahlungen gibt es für unterhaltspflichtige Kinder.

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Hintergrund für das großangelegte Restrukturierungsprogramm von SAP ist die Absicht, das Unternehmen mehr auf Wachstumsbereiche wie Künstliche Intelligenz auszurichten und Effizienzsteigerungen in Höhe von 500 Millionen Euro einzufahren. Weltweit sollen dafür rund 8000 Stellen abgebaut werden.

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 mit Material der Dpa/jel

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