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Wertvollste Unternehmen: Tech- und US-Konzerne vorne, Deutschland rutscht ab

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Nach dem herben Dämpfer im vergangenen Jahr liegt die Marktkapitalisierung der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt wieder auf Wachstumskurs. Konkret verbesserte sich der Buchwert der Top 100 zum Stichtag 31. März 2024 um 27 Prozent auf 39,9 Billionen US-Dollar. Den größten Wachstumssprung machten dabei in der Hauptsache Unternehmen des Technologiesektors, deren gemeinsame Marktkapitalisierung auf 13,2 Billionen Dollar summierte – gut fünfzig Prozent mehr als im Vorjahr.

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Verantwortlich hierfür war vor allem das gesteigerte Interesse an künstlicher Intelligenz und den darauf basierenden Anwendungen. Das Segment der Kommunikationsdienstleistungen, zu dem auch Börsenwerte von Internet-Konzernen wie Alphabet oder Meta zählen, steigerte das Volumen um 34,7 Prozent auf 4,7 Billionen Dollar. All diese Ergebnisse stammen von Unternehmensberatung PwC aus ihrem jüngsten Ranking “Global Top 100”.

Im Unterschied zu den Vorjahren wurde die Rangordnung der Top 5 vergleichsweise kräftig durchgeschüttelt. Neue Nummer 1 ist der US-amerikanische Konzern Microsoft, dessen Marktkapitalisierung binnen eines Jahres um 46 Prozent auf 3,1 Billionen Dollar anwuchs. Apples Buchwert verharrte mit 2,65 Billionen Dollar dagegen mehr oder minder auf dem Vorjahreswert, da nach Ansicht der PwC-Analysten die Anleger noch auf eine überzeugende KI-Strategie warten. Erstmals vertreten in den Top 5 ist Nvidia, dessen Bewertung um 225 Prozent auf 2,25 Billionen Dollar nach oben schnellte.

Opfer des rasanten Wertzuwachses des Chipentwicklers wurde Amazon: Der E-Business-Konzern fiel zum ersten Mal seit 2017 aus den Top 5 heraus, obgleich die eigene Marktkapitalisierung deutlich um 77 Prozent zugelegt hatte. Google Mutterschiff Alphabet fiel trotz eines gleichfalls beachtlichen Wertzuwachs von 42 Prozent auf knapp 1,9 Billionen Dollar von Rang 4 auf den fünften Platz zurück. Als einziges nicht-technologieorientiertes Unternehmen behauptete Saudi Aramco als Nummer 4 eine Top-5-Platzierung.

Deutliche Verschiebungen lassen sich auch auf den folgenden Listenplätzen beobachten. Zu den zehn größten Wachstumswerten zählen beispielsweise die Techfirmen Broadcom mit 130 Prozent und AMD mit 85 Prozent. Aufgrund dessen konnte sich der umstrittenen VMware-Eigner mit einer Bewertung von 614 Milliarden Dollar um 21 Ränge auf Platz 11 verbessern. AMD kletterte mit 292 Milliarden Dollar in der Liste um 33 Ränge auf Platz 36 empor. Deutlich nach oben ging es auch für SAP: Der Börsenwert der Walldorfer stieg um 54 Prozent auf 226 Milliarden Dollar. Der Lohn war ein Sprung von 29 Rängen auf Platz 47. Konkurrent ServiceNow kletterte sogar sechzig Plätze nach vorne und schaffte mit 156 Milliarden Dollar (plus 67 Prozent) erstmals den Sprung in die Top 100 auf Rang 83.

Aus regionaler Perspektive sind erwartungsgemäß Unternehmen aus den USA am häufigsten im Top-100-Ranking vertreten. Sie stellen allein acht der zehn weltweit wertvollsten Unternehmen Der US-amerikanische Anteil an der Gesamtmarktkapitalisierung stieg um fünf Prozentpunkte auf 72 Prozent beziehungsweise 39,9 Billionen Dollar. In gebührendem Abstand folgen Europa mit einem Anteil von zwölf Prozent (4,8 Billionen Dollar) und China inklusive Hongkong und Taiwan mit sieben Prozent (2,7 Billionen Dollar). Der Anteil der Firmen in den übrigen Regionen belief sich auf neun Prozent beziehungsweise 3,7 Milliarden Dollar. Als einzige Region verzeichnete China mit Hongkong und Taiwan einen Rückgang bei der Marktkapitalisierung – und zwar um minus 4,7 Prozent. Für alle anderen Regionen wurden dagegen Zuwächse ermittelt. In Europa betrug die gesammelte Wertsteigerung gegenüber 2023 beispielsweise 14,1 Prozent und in den USA 35,8 Prozent.

Im Länderranking belegen die USA, Saudi-Arabien und China die vorderen drei Plätze. Es folgen Frankreich und Großbritannien. Deutschland folgt abgeschlagen auf Platz 13 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um fünf Ränge verschlechtert. Grund hierfür ist, dass außer SAP lediglich noch Siemens unter den 100 wertvollsten Unternehmen aufgeführt wird. Im vergangenen Jahr hatte sich noch die Telekom einen Platz auf der illustren Liste ergattern können.

Weitere Details zum aktuellen Ranking finden sich bei PwC.


(fo)

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