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Arbeiten im Ausland, Steuern zahlen in Deutschland: Will Christian Lindner bald Expats besteuern?

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Geht es nach Finanzminister Christian Lindner (FDP), greift der lange Arm des deutschen Fiskus bald auch im Ausland lebenden und arbeitenden Deutschen zu.
picture alliance/dpa/Hannes P Albert

Wer im Ausland lebt und arbeitet, zahlt im Regelfall auch dort Steuern.

Finanzminister Christian Lindner (FDP) will diese Regelung nun offenbar aufweichen – und deutsche Expats unter bestimmten Bedingungen besteuern.

Kritik an Lindners Konzept kommt unter anderem vom Bundesverband der Deutschen Industrie.

Im Ausland arbeitende deutsche Fachkräfte könnten bald Steuern in Deutschland zahlen müssen. Einen solchen Plan hat das von Christian Lindner (FDP) geführt FInanzministerium erarbeitet, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

In einem an die deutschen Finanzämter verschickten Erlass heißt es demnach: Wer im Ausland arbeitet, aber vom Arbeitgeber eine Rückkehrzusage bekommt, weiterhin einen Wohnsitz in Deutschland hat oder Mitglied in einem örtlichen Verein oder einer deutschen Partei bleibt, soll auch in der Bundesrepublik steuern zahlen. Bisher gilt: Wer im Ausland lebt und arbeitet – auch für ein deutsches Unternehmen –, der zahlt auch dort Steuern und Abgaben.

Werden sogenannte Expats bald also doppelt besteuert?

Verstößt Lindners Erlass gegen den Datenschutz?

Jens Goldstein von der Beratungsgesellschaft EY bezweifelt das. Er sagte der „Wiwo“, dass Unternehmen den Vorgaben des Finanzministeriums gar nicht nachkommen könnten, „da sie schon aus datenschutzrechtlichen Gründen gar nicht die persönlichen Lebensumstände ihrer Expats kennen können.“ Der Erlass des Ministeriums sei „unverhältnismäßig“.

Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) übt Kritik daran. BDI-Steuerexperte Benjamin Kohler sagte der „Wirtschaftswoche“, durch Lindners neue Steueridee Steuerkonflikte mit dem Ausland und Doppelbesteuerung. Der Erlass aus dem Finanzministerium müsse dringend überarbeitet werden.

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jg

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