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Bundeswehr findet fehlende Iris-T-Rakete auf Containerschiff

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Luftwaffensoldaten munitionieren einen Eurofighter mit einer Iris-T-Rakete
Bernd Wüstneck/picture alliance via Getty Images

Die Lenkflugkörper des Type Iris-T gelten als modernste Waffen der Bundeswehr. Seit Tagen wurde nach Informationen von Business Insider eine solche Rakete bei der Luftwaffe jedoch vermisst. Nun fand man den Flugkörper aber endlich. Wo er auftauchte und die Hintergründe dazu lest ihr mit BI+

Die Lenkflugkörper des Type Iris-T gelten als modernste Waffen der Bundeswehr. Seit Tagen wurde nach Informationen von Business Insider eine solche Rakete bei der Bundeswehr vermisst, das bestätigten mehrere Insider übereinstimmend.

Jetzt fand man die Rakete, die immerhin keinen Treibstoff und keine Munition beinhaltete.

Die zwischenzeitliche Unklarheit ist trotzdem heikel, da die Waffe auch in der Ukraine zum Einsatz kommt und die Sorge bestand, dass Russland Informationen über die Funktionsweise der Waffe erhalten könnte. Der Suchkopf beinhaltete Kryptotechnik.

Erleichterung in der Bundeswehr-Führung: Nach Informationen von Business Insider wurde die seit Tagen fehlende Iris-T-Rakete heute (Freitag) gefunden.

Wie übereinstimmend aus dem Verteidigungsministerium zu hören ist, wurde sie tatsächlich – wie von Business Insider berichtet – auf einem Containerschiff gefunden, das auf dem Weg in die USA war. Dort hält die Luftwaffe regelmäßig Übungen mit den Lenkflugkörpern ab.

Das Auffinden der Rakete auf dem Schiff ist ungewöhnlich, weil eigentlich nur leere Lagerungsboxen für die Lenkflugkörper auf diesem Weg verschickt werden. Waffen werden nicht über zivile Logistik transportiert.

Rakete enthielt Kryptotechnik

Immerhin: Die Rakete im Containerschiff war weder mit Munition noch mit Treibstoff ausgestattet, heißt es in Bundeswehrkreisen. Vermutlich aus diesem Grund hatte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf Anfrage auch offiziell nur erklärt, dass „kein IRIS-T-Lenkflugkörper“ vermisst werde.

Auch wenn Munition und Treibstoff fehlten, war die zwischenzeitliche Unklarheit über den Verbleib der modernen Iris-T eine erhebliche Panne: Im Lenkflugkörper befand sich Verschlüsselungstechnik für die Navigation. Und diese Technik darf verständlicherweise nicht in die falschen Hände geraten. Vor allem mit Blick auf die russische Invasion in der Ukraine, wo Iris-T auf ukrainischer Seite zum Einsatz kommen, war das Bundesverteidigungsministerium daher beunruhigt. Die Raketen können Flugzeuge, Drohnen und Raketen in bis zu 40 Kilometern Entfernung präzise treffen.

Verlust der Iris-T-Rakete fiel bei Verladen von Waffen in NRW auf

Dem Vernehmen nach war der Verlust der Rakete vor einigen Tagen beim Verladen der Waffen in Nordrhein-Westfalen aufgefallen. Weil in einer Kaserne, wo diese gelagert werden, Baumaßnahmen geplant waren, sollten die Iris-T in einer anderen Kaserne zwischengelagert werden. Doch anscheinend passte die Anzahl der Waffen vor Ort nicht zu den Zahlen in den digitalen Lagerbeständen. Der Verlust wurde innerhalb der Truppe als Sicherheitsvorkommnis gemeldet. Die Hintergründe sollen dem Vernehmen nach weiter ermittelt werden.

Eine Iris-T auf einer Messe-Aussstellung

Eine Iris-T auf einer Messe-Aussstellung
John Keeble/Getty Images

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