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Tränen in Freiburg: Emotionaler Abschied für Streich

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Christian Streich hat sein letztes Heimspiel mit dem SC Freiburg bestritten. © ANSA / RONALD WITTEK

Auf der Ehrenrunde schimmerten in Christian Streichs Augen Tränen. Ergriffen winkte der 58-Jährige bei seinem emotionalen Heim-Abschied immer wieder dem Publikum zu. Er applaudierte den Fans, die ihn feierten.

Das 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim war Streichs letztes Heimspiel nach seiner außergewöhnlich langen Amtszeit von mehr als 12 Jahren als Trainer des SC Freiburg und nach fast 30 Jahren im Club. Eine Ära im Breisgau und in der Bundesliga neigt sich dem Ende entgegen.

Die ganz großen Emotionen will der Kultcoach noch nicht zulassen. „Bis jetzt muss ich sagen, habe ich es echt gut im Griff“, meinte Streich. Er habe auch nicht das Gefühl, er gehe jetzt weg. Er wohne ja hier, werde das Stadion sicher wieder besuchen und wisse nicht, was in den nächsten ein, zwei Jahren passiere. In Zukunft könnten sich die Spieltage wahrscheinlich komisch anfühlen.

Noch ein allerletztes Ziel

Seine letzte Saison will der Coach mit der dritten Qualifikation in Serie für den Europapokal krönen. Nach Pfosten und Latte, ausgelassenen Chancen seines SC und den Toren von Ritsu Doan (29. Minute) und Heidenheims Kevin Sessa (38.) endete der Festtag mit der Punkteteilung. Die Ausgangsposition für das Saisonfinale beim 1. FC Union Berlin ist schwieriger geworden.

Abschied vor einer herrlichen Kulisse: Streich verlässt Freiburg nach 12 Jahren. © ANSA / RONALD WITTEK

An den Emotionen auf den Rängen änderte das nichts. Dort flossen reichlich Tränen, dort besangen die Fans ihren Christian Streich als „besten Mann“. Der Club beschenkte den Coach mit Wein aus Jahrgängen besonderer Ereignisse seiner SC-Zeit.

Sympathien in ganz Deutschland

Als Streich selbst am Mikrofon an der Reihe war, richtete er zuerst Glückwünsche an Heidenheim. Er bedanke sich „herzlich“ beim SC für alles, sagte er dann, und „bei allen Menschen, die mich unterstützt haben im Verein, die Nachsicht mit mir hatten, die auch mal weggeschaut haben, wenn es nicht korrekt war von mir“.

Im Dezember 2011 hatte der frühere Nachwuchscoach die Breisgauer als Abstiegskandidaten übernommen. Längst ist er zu einem Sonderfall im hektischen Fußball-Business geworden. 2015 stieg er ab, 2016 wieder auf. In den vergangenen Jahren war der Club dicht dran, sich erstmals für die Champions League zu qualifizieren.

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